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Quickborn | Stadt Quickborn

„Gewalt kommt nicht in die Tüte!“

Quickborn (em) Unter diesem Motto findet in diesem Jahr zum 17. Mal die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ in Schleswig-Holstein, dem Kreis Pinneberg und auch der Stadt Quickborn statt. Auf Brötchentüten und Flyern wird ein gemeinsames NEIN! Zu Gewalt an Frauen gefordert und die Nummer des Hilfetelefons bekannt gemacht.

Hier erhalten betroffene Frauen, ihre Angehörigen, Freund*innen und Nachbar*innen Unterstützung und Hilfe. Das Hilfetelefon ist rund um die Uhr erreichbar und berät in 17 Sprachen, darunter Gebärdensprache und Leichte Sprache.

Unter www.hilfetelefon.de gibt es außerdem Hilfe über einen persönlichen Chat und E-Mail.

„Bisher habe ich in den vergangen Aktionsjahren mit verschiedenen Kooperationspartner*innen die Brötchentüten im Forum am Bahnhof an die Quickborner*innen verteilt – in diesem Jahr ist alles etwas anders“, berichtet Hannah Gleisner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Quickborn. „Eine neue Idee musste her, damit die wichtigen Brötchentüten trotz des Gebotes zur Kontaktvermeidung zu den Menschen kommen“, so Gleisner weiter.

„Ganz spontan und unbürokratisch hat sich Jenny Rahardjo bereit erklärt, die Tüten in der Aktionswoche am Mittwoch und Samstag auf dem Wochenmarkt in Quickborn an ihrem Stand zu verteilen“, sagt Gleisner, „Das finde ich wunderbar! Vielen Dank dafür! Hier findet alles unter den nötigen Hygienebestimmungen statt.“

„Na klar, bei solch einer wichtigen Aktion gegen Gewalt an Frauen bin ich sofort dabei!“ Jenny Rahardjo setzt sich aktiv für Gerechtigkeit ein und ergänzt: „Gerade in dieser Zeit der Pandemie ist das zu Hause für viele Frauen und ihre Kinder kein sicherer Ort. Aber es gibt Hilfe und Unterstützung, auch für die Freund*innen und Angehörigen. Das finde ich ganz wichtig immer wieder zu sagen: Keine Frau ist alleine“, so Rahardjo weiter.

Ziel der Aktion ist die Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit über und für die Situation von Gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern.

„Wenn wir darüber sprechen, dass fast jede 3. Frau in ihrem Leben von häuslicher Gewalt oder Partnergewalt betroffen ist, dann bricht es das Tabu, sich Hilfe zu suchen und über die erlebte Gewalt zu sprechen. Dann wird das Ausmaß der Gewalt deutlich und uns wird klar, dass Hilfsangebote und Schutzräume für Frauen und ihre Kinder eine dringende Notwendigkeit sind, die gut ausgestattet und finanziert sein müssen.“

Der von der UNO seit 1990 offiziell anerkannte Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und beteiligten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Foto: ©Stadt Quickborn

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